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Über uns

Das Kloster Serpom Thoesam Norling befindet sich in der tibetischen Siedlung Bylakuppe im Distrikt Mysore im Bundesstaat Karnataka in Indien und ist eine eingetragene gemeinnützige Einrichtung und klösterliche Universität für fortgeschrittene buddhistische Studien. Das Kloster ist offen für jeden, ohne irgendeinen Unterschied. Serpom wurde am 25. April 2008 ein Kloster. Sein Schwesterkloster ist das Kloster Shar Gaden, das sich in der tibetischen Siedlung Mundgod im Bundesstaat Karnataka befindet.

Das Kloster gewährt freie Ausbildung, Verpflegung und Unterkunft für Hunderte von Mönchen, seit es ein eigenständiges Kloster geworden ist. Gegenwärtig beträgt die Anzahl unserer Mönche fünfhundertsiebenundsechzig, jene Mönche nicht eingeschlossen, die außerhalb wohnen. Das Serpom-Kloster hat es sich zur Aufgabe gemacht, buddhistische Meister, Philosophen, Gelehrte, Friedenspädagogen und so weiter hervorzubringen, um mehr zum Weltfrieden und zum Wohl der Menschen beizutragen. Hier studieren die Mönche die fünf Haupttexte des Lehrplans des Mahayana-Buddhismus, was durchschnittlich achtzehn Jahre dauert. Nachdem sie die Studien beendet haben, nehmen die Mönche an den Geshe Lharam-Studien teil und jene, die die Abschlussprüfung bestehen, werden mit dem Titel des Geshe Lharam – dem höchsten Titel der buddhistischen Philosophie – ausgezeichnet.

Kurze Geschichte

1959 flohen viele Mönche nach dem Aufstand in Tibet nach Indien, wo ihnen die indische Regierung gütigerweise für die folgenden elf Jahre ein Asyl in Buxa Duar gewährte. Weil das Klima dort für Tibeter ungesund war, siedelte die indische Regierung die Mönche im Jahr 1970 gütigerweise nach Bylakuppe im Staat Karnataka um. Als erste Arbeit bauten die Mönche eine Straße zwischen dem Ort, an dem das Kloster Sera wiederaufgebaut worden war, und der tibetischen Siedlung Nr. 3. Ein Sonderbeauftragter für die tibetischen Flüchtlinge zahlte ihnen einen Rupie und 50 Paisa für jeden Arbeitstag. Es waren ungefähr einhundertsieben Mönche von Sera-Mey, und die klösterliche Abteilung von Pomra hatte zu dieser Zeit dreiundvierzig Mönche. Die indische Regierung vergab zwei Hektar Land als Wohngebiet für die Mönche – dort wurden achtunddreißig Häuser errichtet – und außerdem zwei Hektar Land für die klösterlichen Versammlungshallen von Sera-Lachi, Sera-Jey und Sera-Mey. Die indische Regierung vergab auch ungefähr 0,4 Hektar pro Mönch, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten, und stellte den Klöstern Ochsen, Kühe und Traktoren zur Verfügung. Die Kühe, die Sera-Mey gegeben wurden, gaben jeden Morgen zwölf Liter Milch. Der Urwald wurde mit Planierraupen abgeholzt und das Holz wurde genutzt, um Möbel herzustellen. Mit verschiedenen Werkzeugen entfernten die Mönche Wurzeln und räumten Steine aus dem Weg, um das Land fruchtbar zu machen. Schließlich pflügten Traktoren das Land, um es in Felder umzuwandeln. Die Mönche arbeiteten täglich beim Bau der Häuser und dem Maisanbau auf den Feldern. Tag und Nacht wurden die Felder vor Schweinen und Elefanten bewacht. Die Ernte dauerte vier Monate. Bereits im ersten Jahr hatte das Kloster eine gute Ernte – jede Pflanze brachte drei riesige Maiskolben hervor. Tibeter, die das Kloster besuchten, kehrten mit Mais als Andenken nach Hause zurück.

Die indische Regierung tat etwas, was kein anderes Land tat – sie gaben den Tibetern Asyl, Häuser, Land, Freiheit und eine förderliche Umgebung, in der sie ihre Kultur bewahren konnten. Wir sind Indien äußerst dankbar, dessen Güte sich für immer tief in unsere Herzen eingeprägt hat. Eines unserer täglichen Gebete ist dem glanzvollen Erfolg und dem Gedeihen der großen Nation Indien gewidmet und dem Frieden und Wohlstand ihrer Bevölkerung. Das Kloster Sera-Mey wurde 1978 gebaut, zusammen mit dem Phabongkha Labdrang, den Wohnräumen des großen Meisters Je Phabongkhapa (1878-1941). Sera Mey hatte sechzehn Klosterabteilungen. Eine von ihnen war Pomra, welche die Mehrzahl der Mönche des Sera-Mey Klosters beherbergte. In Pomra gab es dreiundvierzig Mönche aus Tibet. Als Versammlungshalle von Pomra bauten die Mönche ein Haus mit Ziegeldach. Anfang der siebziger Jahre begannen junge tibetische Mönche aus ganz Indien und Nepal, in die Pomra-Abteilung einzutreten, und ihre Anzahl wuchs auf über fünfundachtzig Mönche an. Deshalb bauten die älteren Mönche 1979 ein Haus aus Beton als neue Versammlungshalle. Als Unterkunft für die Mönche baute Pomra 1988 zwei Reihen von Häusern.

Mit jedem Jahr wuchs die Anzahl der Mönche, so dass in der Versammlungshalle während der Gebete und Pujas nicht mehr genügend Platz für alle Mönche war. Deshalb wurde 1991 eine weitere Versammlungshalle errichtet (siehe Abbildung) und am 27. Oktober 1992 eingeweiht. Der höchste Meister und große Gelehrte Geshe Yeshi Wangchuk (1928-1997) hatte den Vorsitz über die Eröffnungszeremonie, zusammen mit Kyabje Pabongkha Rinpoche und dem Verwalter des Trijang Labdrang, dem Ehrwürdigen Kungo Palden, sowie Vertretern von Sera Lachi und von Gelugpa Klöstern, dem Leiter von Dhokham Chushi Gandrug und anderen. Über dreihundert Gäste nahmen an der Einweihungszeremonie teil. Zu diesem Anlass verfasste Geshe Yeshi Rinpoche folgenden glückverheißenden Vers: Mögen die Sonne, der Mond und die Sterne, Ausstrahlungen von Dharmapraktizierenden, im Angesicht des klaren Himmels des ursprünglichen reinen Geistes ausstrahlen. Mögen die Früchte in den Feldern des Verdienstes und der Verpflichtung reifen! Möge der Geist des Sieges über das Böse vereint und gestärkt werden. Aufgrund des anhaltenden Anstiegs der Anzahl der Mönche begann im März 2005 der Bau einer neuen Versammlungshalle (siehe Abbildung). Die Klosterabteilung Pomra, ein Teil des Sera-Mey Klosters, trennte sich am 25. April 2008 vom Kloster Sera-Mey, als die Mönche von Sera-Mey ihre Unterschrift geben und einen Eid schwören mussten, dass sie niemals den Dharmaschützer Dorje Shugden verehren und keine religiösen oder materiellen Verbindungen mit Shugden-Anhängern eingehen würden. Die Mönche von Serpom lehnten es aufgrund des grundlegenden Menschenrechtes auf religiöse Freiheit ab, den Eid abzulegen. Deshalb wurde die Klosterabteilung Pomra ein selbstständiges Kloster, welches heute als Kloster Serpom Thoesam Norling zum Erhalt der Ganden Nyengyu-Tradition bekannt ist.

Geschichte der Vergangenheit

Vor einem Hügel liegt, wie ein schlafender Elefant, ein Kloster, das unter dem Namen Sera-Kloster bekannt ist, welches 1419 von Jamchen Choeje Shakya Yeshi gegründet wurde. Es wird Sera genannt, weil der Sewa-Baum (wahrscheinlich eine gelbe Rose) das Gelände als Zaun (Ra) umgab. Bevor das Kloster existierte, gab Lord Tsongkhapa vielen Schülern Unterweisungen. Während er die Darlegung zur Grundlegenden Weisheit des Mittleren Weges (in Sanskrit: prajnamula) verfasste, analysierte er Leerheit. Er entwickelte eine Vision, dass die "Sechzehn Leerheiten", das Thema des Sutras der Vollkommenheit der Weisheit (in Sanskrit: Prajnaparamita), und so fort, in Form von AH-Buchstaben herabregneten. Wie Lord Tsongkhapa voraussagte, würde an diesem Ort ein berühmter Sitz für Gelehrte der Philosophie des Mittleren Weges entstehen. Lord Tsongkhapa bat Jamchen Choeje, ein Kloster zu errichten. Gefördert von Namkha Sangpo errichtete Jamchen Choeje das Kloster, das als Kloster Sera Thekchen Ling bekannt war und aus zwei Klöstern bestand: Sera-Mey und Sera-Jey. Kunchen Jangchup Bhumpa, ein Schüler von Lord Tsongkhapa, hatte 1421 das Kloster Sera-Mey errichtet. Das Kloster umfasste sechzehn klösterliche Trakte, einschließlich Pomra.

Der klösterliche Lehrplan

Am Serpom-Kloster studieren die Mönche die fünf Haupttexte: Gültige Erkenntnis, Vollkommenheit der Weisheit, Mittlerer Weg, Klösterliche Disziplin und Schatzhaus des Wissens. Für die Studenten im Unterricht in der Vollkommenheit der Weisheit gibt es zwei unterschiedliche Texte: die Allgemeine Bedeutung der Vollkommenheit der Weisheit und the Decision der Vollkommenheit der Weisheit. Begleitend zu den Haupttexten studieren sie andere Wurzel- und Kommentartexte. Sie besuchen Unterrichtsstunden bei philosophischen Meistern. Sie debattieren zwei Stunden morgens und drei Stunden abends im Hof. Und zweimal im Jahr legen sie eine schriftliche Prüfung, eine Debattierprüfung und eine mündliche Prüfung über die Texte ab. Insgesamt dauert es achtzehn Jahre, um das Studium der fünf Haupttexte zu absolvieren, einschließlich vier Jahre für den Geshe Lharampa, den höchsten Grad in buddhistischer Philosophie.

Einleitung

Debatte ist eine Schlüsselmethode, um Buddhismus und buddhistische Philosophie zu erlernen. Durch das Debattieren löschen die Studenten Zweifel aus, erhellen ihre Weisheit, entwickeln ein klares Gedächtnis und erinnern alle Pfade, die zu Befreiung und Erleuchtung führen. In Serpom gibt es vierzehn verschiedene Stufen von Debattierklassen. Die Zulassung zu den Klassen beginnt unmittelbar nach dem Großen Gebetsfest. Der Tag der Zulassung wird in Tibetisch Kyichoe Chenpo genannt. An diesem Tag hat der Abt den Vorsitz über die morgendliche Debattiersitzung.

Was das Debattieren betrifft, so versammeln sich die Studenten zu Beginn in einem Kreis, während sie die außergewöhnlichen Gebete unseres Klosters zusammen mit dem Text, der die Bezeichnung "Rezitation des Namens von Manjushri" trägt, rezitieren. Nach dem halbstündigen Gebet debattieren die Mönche paarweise miteinander. Ein Mitglied eines jeden Paares setzt sich hin, während das andere steht und Fragen stellt. Die Debatte konzentriert sich auf ein aktuelles Thema. Nach ungefähr dreißig Minuten schwingt der Disziplinario seinen Sen (den roten Mönchsschal), um den Studenten ein Zeichen zu geben, den Unterricht nun in Gruppen abzuhalten. Die Studenten bilden daraufhin Gruppen nach Seniorität. Sie sitzen in zwei Reihen auf dem Boden, die sich gegenseitig zugewandt sind, wobei der Raum in der Mitte frei bleibt. Dies bildet eine Gruppe. In jeder Gruppe sitzen zwei Studenten an der Spitze der Reihen. Diese Studenten sind Antwortende. Einer steht und debattiert mit den Antwortenden. Die Mitstudenten setzen nach und nach in die Debatte mit ein, entweder für die Seite der Fragesteller oder der Antwortenden. Der Prozess ist in jeder Gruppe der gleiche. Ein Student beginnt die Debattiersitzung, indem er Dhi che thar choe je, die Silben von Manjushri, dem Buddha der Weisheit, laut rezitiert. Dann zieht er, während er seinen linken Fuß hochhebt, mit seiner rechten Hand die Malakette (die über seinem linken Handgelenk hängt) den Arm nach oben und klatscht mit seiner rechten Hand auf seine linke Handfläche, während der linke Fuß nach unten schlägt. Das Klatschen auf die linke Handfläche kennzeichnet das Eindämmen falscher Sichtweisen. Die rechte Hand symbolisiert die korrekten Sichtweisen. Das Ziehen der rechten Hand am linken Arm nach oben ist ein Symbol dafür, Lebewesen zum Pfad der Befreiung zu führen. Und seine linke Hand nach unten zu drehen kennzeichnet das Verschließen der Tore der niederen Ebenen der Wiedergeburt. Jede Körperbewegung symbolisiert eine große Bedeutung und zielt darauf ab, die eigenen Negativitäten zu reinigen.

Um 11.00 Uhr schwingt der Disziplinario seinen Sen in Richtung der Gruppe der Älteren. Die Debattiersitzung ist beendet. Nach dem Mittagessen suchen die Studenten, indem sie ihre Texte und Sitzkissen tragen, ihren Philosophie-Meister in ihrem Haus auf. Die Studenten bringen dem Meister drei Verbeugungen dar, bevor sie sich auf ihre Kissen setzen. Der Meister liest ein Kapitel und zeigt die Widersprüche und Zweifel genau auf, während er sie anderen Texten gegenüberstellt. Er stellt Fragen, welche die Studenten beantworten. Auf diese Weise, indem die hauptsächlichen Widersprüche in den Texten diskutiert werden, erlernen die Studenten die Techniken der Debatte. Der Meister gibt verschiedenen Gruppen einstündige Unterrichtsstunden. Die Studenten müssen täglich mindestens zwei Meister aufsuchen. Jeden Tag debattieren sie in der Sitzung mit ihrem Meister ein neues Thema. Zurück in ihren persönlichen Häusern denken die Studenten darüber nach, was der Meister ihnen gelehrt hat, und lesen die empfohlenen Kapitel, um die Achtsamkeit zu bewahren. Wenn der Fragesteller in der Debatte herausgefordert wurde, rezitiert er verschiedene Zitate, um seine Sicht zu unterstützen. Deshalb ist es wichtig, dass die Studenten die Zitate auswendig lernen und die Verweisliteratur lesen, um auf diese Weise sicherzustellen, dass ihre Sichtweisen durch logische Begründung untermauert werden.

Wenn der Gong um 18.00 Uhr schlägt, versammeln sich die Studenten in einem Kreis im Klosterhof, wo der Vorsänger das Gebet anleitet. Das Gebet wird Kurim genannt und dient dem Wohlergehen der Schüler. Während des Kurim-Gebetes rezitieren die Mönche das Herzsutra achtzehnmal, das Tara-Sadhana einundzwanzigmal und das Dhukar (Weißer Schirm), welches eine lange Melodie hat. Die Melodie und der Rhythmus des Kurim sind so wohltuend, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass ältere Mönche andächtig ihre Ohren an die Fensterscheiben ihrer Häuser legen, um dem Gebet zuzuhören. Nach dem Kurim debattieren die Studenten wie in der morgendlichen Sitzung. Die Abendsitzung endet um 21.00 Uhr. Anschließend, von 21.00 Uhr bis 1.00 Uhr oder 2.00 Uhr, rezitieren die Studenten die auswendig gelernten Texte außerhalb ihrer Wohnstätten oder lesen Texte. Jeden Montag abend wird nach dem Abendessen eine Gruppendebattiersitzung abgehalten. In dieser Sitzung, die Damcha genannt wird, handelt eine Gruppe als Fragesteller und die andere als Antwortende, wobei die Rollen am Vortag vom Disziplinario festgelegt werden.

Verpflegung und Unterkunft

Die Mönche erhalten dreimal täglich Mahlzeiten und teilen mit zwei oder drei anderen Mönchen ein Zimmer.

Ferien

Das Kloster nimmt den Dienstag als einen wöchentlichen freien Tag, weil an diesem Tag ein Gemüsemarkt in der Stadt Kushalnagar geöffnet hat - acht Kilometer von Serpom entfernt. Die Mönche waschen Kleider, lesen Bücher und entspannen, und die Kinder spielen im Hof.

Es gibt zwei einwöchige Ferien: Gaye- und Nangchen-Ferien. Während dieser freien Zeiten besuchen junge Mönche ihre Familien und verbringen mit ihnen Zeit.

Spirituelles Programm

Erster bis sechster Tag des Tibetischen Monats: Neujahrsferien
Tibeter betrachten Neujahr als einen glückverheißenden Tag. Wenige Tage vor Neujahr weißen Mönche ihre Unterkünfte und schmücken ihre Wohnstätten und Altäre. Sie tragen neue Roben und feiern den ersten Tag des neuen Jahres mit Gebeten und einer Puja. Die Klosterküche bereitet besondere Mahlzeiten vor und die Mönche genießen sechs freie Tage.

Achter Tag des Ersten Tibetischen Monats: Großes Gebetsfest (Monlam Chenmo)

Das Große Gebetsfest entstand, als Lord Buddha das Alter von achtundfünfzig erreichte. Zu jener Zeit gab es zweihunderttausend vollordinierte Mönche, die an einem Ort mit dem Namen Betubhanam (Tibetisch: woeme tsel) wohnten. Buddha begab sich an einen Ort genannt Veshali (Tibetisch: Yangpachen) und gelangte schließlich an einen Ort genannt Shabati (Tibetisch: Nyenyoe). Gemäß dem Vinayatext übte Lord Buddha nur am achten Tag Wundertaten aus; doch gemäß dem Dharma Muko-Sutra vollbrachte Lord Buddha die Wundertaten am ersten Tag des Ersten Tibetischen Monats. An jedem dieser Tage vollbrachte er eine vollkommene Handlung: Einige seiner Anhänger entwickelten Bodhichitta; einige erreichten die Ebene der Aryas; einige erlangten die vier Früchte; und einige sammelten ausreichend Verdienst an, um Wiedergeburt im Götter- und Menschenbereich zu nehmen. Dies wirkte sich auf unermesslich viele Wesen in positiver Weise aus. Aus diesem Grunde bewirkten der König, Minister, Gönner und Gläubige, dass die Tradition von Darbringungen und Gebeten anlässlich des Großen Gebetsfestes in ihren Gegenden erblühte. Die Tradition gelangte schließlich nach Tibet, und tibetische Führungskräfte, tibetische Meister und das tibetische Volk machten zu diesem Anlass reiche Darbringungen.

Im Testament des Königs gibt es eine Prophezeiung: Einst wird ein Bhikshu Bodhisattva, der reiche Darbringungen gerichtet hatte, Wiedergeburt im Osten nehmen. Er wird Tantra praktizieren und ein großer Yogi werden. Das große heilige Wesen [Tsongkhapa], das ebenso als standhaft im Geist bekannt sein wird, wird den Aspekt [von Shakyamuni in die Form des Freudenkörpers] transformieren und Gaben darbringen. Jene, die reiche Darbringungen an ihn richten, werden zu einem spirituellen Arya-Wesen werden.

Lord Tsongkhapa (1357-1419) restaurierte den Ladhen-Tempel und seine heiligen Objekte. Im Alter von dreiundfünfzig schmückte er Jowo und Shakyamuni und weitere mit hochwertigen Kronen, Kleidung und rituellen Substanzen. Vom ersten bis zum fünfzehnten Tag brachte er den heiligen Objekten und den versammelten Mönchen reiche Gaben dar und gab den armen Menschen Almosen. Viele Leute wurden zu den Pfaden der Befreiung und Erleuchtung geführt. Im Jahr 1409 begründete Lord Tsongkhapa das Große Gebetsfest entsprechend demjenigen in Indien. Zu jener Zeit hatte er einen reinen und edlen Traum: Viele Menschen erschienen aus der nahen Umgebung von Lhasa. Sie stiegen ungehindert in den Himmel auf. Dazu befragt, sagten sie, dass sie in Brahmas Welt gingen, weil sie Darbringungen an Jowo gerichtet hatten.

Zu einer Zeit sagte eine Prophezeiung voraus, dass sich eine Statue von Shakyamuni ins Naga-Land begeben würde. Um die Zeit auszudehnen, bevor die Statue aufbrechen würde, transformierte Lord Tsongkhapa den Aspekt der Statue in der Form des Emanationskörpers (Nirmanakaya) in jenen des Freudenkörpers (Sambhogakaya) mit goldener Krone. Nachdem er vor Tausenden von Mönchen Gaben dargebracht hatte, widmete Lord Tsongkhapa das Gebet dem Blühen des Dharmas und dem Glück aller Lebewesen. Der Vierte Panchen Lama, Lobsang Gyaltsen, stand nach 1613 sechs Jahre lang dem Fest vor. Die gelehrten Geshes aus drei Klöstern nahmen in dieser Zeit an Debattiersitzungen teil, zu denen Tausende von Mönchen versammelt waren. In einer Morgensitzung gab der Gaden Tripa (das Oberhaupt der Gelug-Tradition) Unterweisungen, die sich hauptsächlich auf die Taten von Lord Buddha bezogen. Lharampa-Geshes, die ihren Titel auf der Grundlage ihrer Fähigkeiten zur Debatte der fünf Haupttexte verliehen bekommen.

Die abendliche Debatte wird über Gültige Erkenntnis, die Vinaya und das Schatzhaus des Abhidharma abgehalten. Heutzutage liest der Disziplinario am ersten Tag des Großen Gebetsfestes den klösterlichen Verhaltenskodex vor und legt die Regeln des Festes dar. Die Mönche bringen täglich sechs Pujas dar, indem sie die Gebete melodiös rezitieren. Das Fest wird sowohl zum Gedächtnis an Lord Buddha und Lord Tsongkhapa abgehalten als auch für den Zweck, Samen des Glücks in den Geist aller Lebewesen zu säen. Viele Anhänger sind Gönner dieses Ereignisses, um Verdienst anzusammeln.

Fünfzehnter Tag des Ersten Tibetischen Monats: Chenga Choepa

Dieser Tag ist ein besonderer Anlass, der als Fest der Wundertaten bekannt ist. Es wird zur Feier der vier großen Taten von Lord Tsongkhapa, dem Begründer der Gelug-Tradition des Tibetischen Buddhismus, abgehalten. An diesem Tag versammeln sich Anhänger in der Versammlungshalle, um die fünf Darbringungen in der Form von bunten, verzierten Butter-Tormas zu sehen. Vor der Darbringung führen Laienpersonen tibetische Rundtänze als Darbringung aus und weitere Anhänger bringen weitere Gaben dar und erweisen ihre Ehrerbietung.

Sechzehnter Tag des Ersten Tibetischen Monats:

Torchak ist eine Zeremonie, in der ein riesiger Ritualkuchen (in Sanskrit: Bali) verbrannt wird.

Siebzehnter Tag des Ersten Tibetischen Monats: Einladung von Maitreya

Wenn der Buddhismus, der von Lord Buddha begründet wurde, endet, wird Maitreya Buddha in der Welt erscheinen, um eine neue Form des Buddhismus zu begründen. Als glückverheißendes Zeichen, damit der Buddhismus Maitreyas schnell erscheint, rief Lord Tsongkhapa eine Tradition, Maitreya Buddha einzuladen, ins Leben. Als Teil dieser Einladung stellt das Kloster die Statue von Maitreya zur öffentlichen Schau. Die Statue wird auf einem Thron platziert, der auf der Spitze von zwei langen Stangen ausbalanciert ist. Vier Mönche heben die Stangen auf ihre Schultern und tragen die Statue durch das Klostergelände. Mönche, die in zwei Reihen hinter der Statue laufen, tragen hoch erhoben spirituelle Schirme und Substanzen. Zu diesem Anlass bringen Mönche und Anhänger Zeremonien-Schals (oder Kattacks) dar und richten Gebete, um Maitreyas Lehren in der Zukunft zu begegnen. Und damit ist das Große Gebetsfest beendet.

Sechsundzwanzigster Tag des Ersten Tibetischen Monats: Erste Frühlings-Debattiersitzung

Siebenundzwanzigster Tag bis achtundzwanzigster Tag des Ersten Tibetischen Monats: Der Tag wird Shilong genannt, weil keine Debattiersitzung stattfindet.

Neunundzwanzigster Tag bis dreißigster Tag des Ersten Tibetischen Monats:

An diesem Tag nimmt der Mönch, der den Titel des Tsokram Geshe verliehen bekommt, an der Graduationsfeier teil.

Elfter Tag und zwölfter Tag des Dritten Tibetischen Monats:

Die Mönche, die den Titel des Lingsel Geshe verliehen bekommen, begehen die Geshe-Feier im Kloster.

Sechzehnter Tag des Dritten Tibetischen Monats: Jährliche Debattenprüfung

Siebzehnter Tag des Vierten Tibetischen Monats: Sommer-Debattiersitzung

Vierter Tag des Fünften Tibetischen Monats: Parinirwana von Khedrup Tenpa Dargye, dem Verfasser unserer klösterlichen Texte

Fünfzehnter Tag des Fünften Tibetischen Monats: Zamling Chisang-Tag

An diesem Tag führen Mönche die Kangso-Puja von Dorje Shugden, Achema und so weiter aus. Dorje Shugden ist der Dharmabeschützer der Ganden-Linie des Tibetischen Buddhismus.

Zwanzigster und dreiundzwanzigster Tag des Fünften Tibetischen Monats:
Mönche, die den Grad des Rigram Geshe verliehen bekommen, begehen die Geshe-Feier im Kloster.

Sechzehnter Tag des Sechsten Tibetischen Monats:
Während des Sommerretreats, das ungefähr zwei Monate dauert, versprechen sowohl Bhikshus (vollordinierte Mönche) als auch Novizenmönche einem amtierenden Meister, die Regeln des Yarne (oder Sommerretreats) einzuhalten. Eine Regel besteht darin, es aufzugeben, Tieren, einschließlich Ameisen, irgendeine Art von Schaden zuzufügen. Eine andere ist, sich davon zurückzuhalten, Pflanzen abzuschneiden. Die Mönche legen ihre Versprechen innerhalb des Sojong, einer Zeremonie zur Reinigung und Wiederherstellung, vor dem eingesetzten Retreatmeister ab. An jeden Mönch werden 30 cm lange Stäbe ausgeteilt, und diese Stäbe werden eingesammelt, um die Anzahl der Bhikshus und Novizenmönche, die sich zum Sommerretreat verpflichtet haben, zu zählen. Während des Retreats darf kein Mönch die Grenze von ungefähr einem Kilometer überschreiten. Sich weiter als einen Kilometer zu entfernen, bedarf der Erlaubnis durch den Retreatmeister. Das Sommerretreat dauert bis zum Ende des Siebten Tibetischen Monats. Am darauffolgenden Tag beginnen die einwöchigen Ferien, die Gyayel genannt werden.

Achter Tag des Siebten Tibetischen Monats:Mündliche Prüfung im Sommer

Die Klosteruniversität hat vierzehn Debattierklassen, und jede Klasse legt die mündliche Prüfung über die fünf Haupttexte ab. Die Person, die den vollständigen Text, genannt "Die Essenzunterweisung auslegbarer Worte", welcher einhundertvierzehn Folios umfasst, auswendig lernt, erhält Respekt und Anerkennung und ihr wird während der Prüfung eine Tasse Tee und ein Sitzkissen gereicht. Und junge Mönche werden nicht über diese Texte, sondern über die täglichen Gebete geprüft.

Sechzehnter Tag des Sechsten Monats bis sechzehnter Tag des Siebten Monats: Pause der Debattiersitzungen

Siebzehnter Tag des Siebten Tibetischen Monats: Debattiersitzung der Regenzeit

Fünfundzwanzigster bis achtundzwanzigster Tag des Siebten Tibetischen Monats Feierlichkeiten anlässlich des Rigchung-Titels

Das Kloster verleiht den Rigchung-Titel, auf der Grundlage von Prüfungspunkten, die während eines dreijährigen Prüfungszeitraums über den Text der Vollkommenheit der Weisheit erhalten wurden. Die Titel basieren auf acht Themen der Abhandlung im Text:

1) Pfad der Vorbereitung
2) Dreifache Zuflucht
3) Erleuchtungsgedanke
4) Dharmachakra
5) Die Wahre Beendigung
6) Sutra und Shastra (Abhandlung) und
7) Darlegung über Maitreya.

In Fortführung der ruhmreichen Tradition genießen jene Studenten, welche die höchste Bedeutung des Textes durch sorgfältiges Hören, Nachdenken und Meditation erreichten, die spirituelle Frucht. Während dieses Zeitraums von Zeremonien werden täglich zwei Rigchung-Zeremonien durchgeführt, eine am Morgen und eine am Mittag. Auf der Grundlage eines Themas, das ihm gegeben wurde, verfasst der Prüfling eine schriftliche Arbeit. Der Antwortende und der Fragesteller, geschmückt in vollen Mönchsroben und gelben Hüten, debattieren daraufhin. Der Antwortende liest seine schriftliche Arbeit vor und danach beginnt der Fragesteller, zu debattieren. Der Fragesteller, indem er das historische Beispiel aufrechterhält, beteiligt sich an der ausgefeilten Debatte, indem er Schlussfolgerungen und Zitate höchsten Niveaus anwendet. Und die einstündige(n) Debatten finden in der Versammlungshalle vor einer Versammlung von Mönchen statt. Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass jene, welche die Rigchung-Zeremonie vollendet haben, einen Anspruch auf einen Sitz in Tushita haben - dem himmlischen Bereich von Lord Maitreya. Eine Puja feiert jene, die diesen Titel erreichen. Diese große Leistung setzt die Praxis der Edlen, die in der Vergangenheit aufgetreten sind, fort.

Erster Tag bis siebter Tag des Achten Tibetischen Monats: Gyayel-Ferien

Das Sommerretreat endet und Gyayel, eine einwöchige freie Zeit, beginnt. Viele Studenten und philosophische Meister nutzen diese Zeit zum spirituellen Rückzug. Und viele Studenten verbringen ihre Zeit damit, die Autobiografien großer Meister zusammen mit spirituellen Geschichten zu lesen.

Achter Tag bis sechzehnter Tag des Achten Tibetischen Monats: Pause der Debattiersitzungen

Achter Tag des Achten Tibetischen Monats: Debattiersitzung, die als Medizinbuddha-Sitzung bekannt ist

Elfter Tag des Achten Tibetischen Monats: Das Medizinbuddha-Fest
Das einmonatige Medizinbuddha-Fest ist eine der wichtigsten Feierlichkeiten, die im Serpom-Kloster begangen werden. Medizinbuddha ist der Buddha der Heilung und Medizin. Als ein Bodhisattva machte Medizinbuddha, in Anwesenheit seiner zwei Begleiter Suryaprabha und Candraprabha, zwölf außerordentliche Versprechen, um Menschen zu heilen und zu schützen. Während des Festes führen Hunderte von Mönchen eine Woche lang dreimal täglich Pujas für das Wohlergehen und den Wohlstand aller Lebewesen aus. Die Gebete von Medizinbuddha (Tibetisch: Sangye Menla) sind sehr kraftvoll für die Heilung körperlicher Krankheiten und für die Reinigung von Negativitäten. Die Praxis entfaltet auch Heilkräfte sowohl für einen selbst als auch für andere. Weil das Fest für alle ein Objekt zur Ansammlung von Verdienst und zur Reinigung von Negativitäten ist, ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich in Form von Sponsoring der Medizinbuddha-Gebete zu beteiligen.

Siebzehnter Tag des Neunten Tibetischen Monats: Herbst-Debattiersitzung

Zwanzigster bis einundzwanzigster Tag des Neunten Tibetischen Monats: Lingse Geshe-Zeremonie

Zweiundzwanzigster Tag des Neunten Tibetischen Monats: Lhabab Düchen

Lhabab Düchen ist eine der vier wichtigsten Begebenheiten von Lord Buddha. Es ist der Tag, an dem Lord Buddha aus Tushita zur Erde herabkam. Sein Zweck, in die Welt zu kommen, besteht darin, die Lebewesen von Samsara zu befreien. An diesem Tag sind die Mönche mit tugendhaften Handlungen und Gebeten befasst.

Siebzehnter Tag des Zehnten Tibetischen Monats bis sechzehnter Tag des Elften Tibetischen Monats: Pause der Debattiersitzung

Achter Tag des Elften Tibetischen Monats: Mündliche Prüfung im Winter

Siebzehnter Tag des Elften Tibetischen Monats: Winter-Debattiersitzung

Zwanzigster bis dreiundzwanzigster Tag des Elften Tibetischen Monats: Lharampa Geshe-Zeremonie

Mönchstudenten, welche die fünf Haupttexte studiert haben und welche die vierjährigen Prüfungen zum Geshe Lharampa bestanden haben, wird der Titel des Lharam Geshe verliehen.

Fünfundzwanzigster Tag des Elften Tibetischen Monats: Maitreya Buddha-Darbringungsfest

Das Gebetsfest, welches als Maitreyas Große Puja bekannt ist, wird eine Woche lang gefeiert. Das Kloster feiert das Fest vor allem zur Wertschätzung und im Gedenken der Güte von Khedrup Rinpoche, dessen Texte wir studieren, weil er eine Emanation von Maitreya, dem Fünften Buddha, ist. Den Schriften zufolge betete Maitreya: "Jene, die Gaben darbringen und so weiter, wenn ich erstmals Bodhichitta entwickle, werden die Hauptschüler meiner Lehren sein, wenn ich in der Zukunft Erleuchtung erlange." Indem Maitreya seine rechte Hand auf ihre Häupter legte, sagte Maitreya ebenso voraus, dass jene, die während des Blühens seiner Lehre als seine Schüler Wiedergeburt nehmen, den höchsten Bodhichitta erlangen werden, den Mahayana-Buddhismus genießen werden und schnell Buddhaschaft erlangen werden. Das Fest dient deshalb dem Zweck, dazu beizutragen, dass der Buddhismus erblüht und Glück in den Lebewesen hervorruft, einschließlich den Gönnern unseres Klosters, die Bedeutung aus dem Dharma entnehmen und Wohlstand und Glück genießen ohne unerwünschte Dinge wie Krieg, Krankheiten und so weiter in dieser degenerierten Zeit. Während des Festes werden acht unterschiedliche Gebete mit außergewöhnlichen Melodien rezitiert, beginnend um 2.00 Uhr morgens bis zum Ende um 22.00 Uhr. Alle dienen dazu, den Samen der Zuneigung in allen Wesen zu setzen und die Ansammlung von Verdienst und Weisheit zu ermöglichen. Jeder kann eine Puja zu diesem heiligen Anlass finanziell unterstützen.

Siebzehnter bis fünfundzwanzigster Tag des Zwölften Tibetischen Monats: Winter-Debattierpause

Fünfundzwanzigster Tag des Zwölften Tibetischen Monats: Gunsol

An diesem Tag führen Mönche die Kangso-Puja von Dharmapala Dorje Shugden, Achema und so weiter aus. Dorje Shugden ist der Dharmabeschützer der Ganden Nyengyu-Linie des Buddhismus.

Fünfundzwanzigster bis dreißigster Tag des Zwölften Tibetischen Monats: Nangchen-Ferien

Neunundzwanzigster Tag des Zwölften Tibetischen Monats: Gutor Dorje Shugden Torchag

Spanish

Introducción

El debate es el medio clave para el estudio del budismo y de la filosofía budista. Debatiendo, los estudiantes aclaran sus dudas, incrementan su sabiduría, y desarrollan una memoria aguzada, que les recuerda todos los caminos que llevan a la liberación y la iluminación. Hay 14 niveles diferentes de clases de debate en Serpom. La admisión para las clases comienza inmediatamente después del Festival de la Gran Plegaria. El día de admisión se llama Kyichö Chenpo, en tibetano. Ese día el Abad preside la sesión de debate matinal. En cuanto al debate mismo, al principio los estudiantes se reúnen en círculo, recitando nuestras plegarias monásticas específicas, junto con el texto “Recitado del Nombre de Mañjushri”. Al cabo de media hora de oración, los monjes debaten por parejas. Un miembro de cada pareja se sienta, mientras el otro se queda de pie y le plantea preguntas. El debate se centra en el tema indicado. Al cabo de unos 30 minutos el Maestro de Disciplina ondea su sen o manto rojo de monje, para señalar a los estudiantes que ha llegado la hora de dividirse en clases. Los estudiantes se forman entonces por clases, según su jerarquía de edad. Se sientan en el suelo en dos filas, una frente a la otra, con espacio en el medio. Esto representa una clase. En cada clase, dos estudiantes se sientan al extremo de las filas; ellos son los que responden. Alguien entonces se pone de pie y debate con los respondedores. Los compañeros de clase se unen poco a poco al debate, sea a favor de los preguntadores o de los respondedores. El proceso es el mismo en cada clase. Un estudiante comienza la sesión de debate gritando Dhi ji thar chö chen –las sílabas de Mañjushri, el Buda de Sabiduría. Luego, levantando su pie izquierdo, jala con la mano derecha su rosario, que cuelga de su muñeca izquierda, hasta arriba de su brazo, y palmotea con su mano derecha la palma de su mano izquierda, mientras el pie izquierdo golpea el piso. El golpe en la palma izquierda muestra la represión de las visiones erróneas. La mano derecha simboliza las visiones correctas. La mano derecha que sube por el brazo izquierdo significa guiar a los seres por el camino a la liberación, en tanto que voltear hacia abajo la mano izquierda simboliza cerrar las puertas que conducen a los bajos reinos. Cada uno de estos movimientos físicos está lleno de significado y tiene el propósito de purificarnos de nuestras malas acciones. La sesión de debate termina a las 11 a.m.

Después del almuerzo, llevando sus textos y sus almohadones, los estudiantes visitan al maestro de filosofía en su casa. Tres veces se prosternan ante él antes de tomar asiento en sus almohadones. El maestro lee un capítulo, señala las dudas y contradicciones, comparando ese texto con otros textos. Plantea preguntas que los estudiantes responden. De esta manera, conversando sobre las cuestiones principales del texto, los estudiantes aprenden las técnicas del debate. EL maestro da una sesión de clase así a cada una de las diversas clases. Los estudiantes deben visitar al menos dos maestros por día. Cada día debaten un tema diferente en esa clase con el maestro.

De regreso en sus casas individuales, los estudiantes reflexionan sobre lo que el maestro les ha enseñado. También leen los capítulos que se les ha indicado, para mantener su atención alerta.

El monasterio de Serpom Tösam Norling, fundado el 25 de abril del 2008, está situado en la colonia tibetana de Bilakuppe, en el distrito de Mysore, estado de Karnataka en la India. Es una organización registrada, sin fines de lucro, una universidad monástica de altos estudios budistas. La universidad está abierta a todos, sin discriminación alguna.

El monasterio otorga gratuitamente alojamiento, comida y educación a centenares de monjes desde su fundación. Hoy en día somos 567 monjes, sin contar a aquellos que residen en el exterior.

El monasterio de Serpom ha producido Maestros budistas así como filósofos, doctores, educadores para la paz, que contribuyen y han contribuido inmensamente a la paz del mundo y el bienestar de las gentes.

Aquí los monjes estudian los cinco grandes tratados del curriculum budista del Mahayana, lo que lleva en promedio dieciocho años de estudios. Al culminar éstos, los monjes comienzan estudios para alcanzar el grado de Gueshe Lharam, y los que pasan los exámenes finales reciben el título de Gueshe Lharam, el nivel más alto en filosofía budista.

DÍAS DE DESCANSO

El monasterio tiene como día semanal de descanso el martes, porque ese día hay una feria de verduras en Kushalnagar, a ocho kilómetros de Serpom. Ese día los monjes lavan sus ropas, leen y descansan, y los niños juegan en el patio.

Curriculum Monástico

Los monjes del monasterio de Serpom estudian los cinco grandes tratados: Conocimiento válido, Perfección de la Sabiduría, Camino Medio, Disciplina monástica y Tesoro de Conocimiento. Para los alumnos de la clase sobre Perfección de la sabiduría hay dos textos diferentes: La Perfección de la Sabiduría en General, y la Decisión de la Perfección de la Sabiduría. Junto con los textos principales, estudian otros textos raíz con sus comentarios. Los monjes asisten a clase con maestros de filosofía y debaten luego en el patio, dos horas por la mañana y tres horas por la tarde. Dos veces al año los monjes pasan exámenes escritos, de debate, y orales. En total lleva dieciocho años completar el estudio de los cinco grandes tratados, incluídos cuatro años para alcanzar el grado de Gueshe Lharampa, el más alto de la filosofía budista.

Durante los debates, cuando lo desafían, el respondedor hace citas para respaldar su visión. Así que es importante para los estudiantes memorizar citas y leer las referencias para asegurarse de que sus opiniones serán respaldadas por el razonamiento.

Cuando suena el gong a las 6 de la tarde, los estudiantes se reúnen en un círculo en el patio del monasterio donde el jefe de coro dirige la plegaria. La oración se llama Kurim y se recita para el bienestar de los estudiantes. Durante esta oración, los monjes recitan el Sutra del Corazón dieciocho veces, el ritual de Tara veintiuna veces y la Dhukar, o Sombrilla Blanca, que tiene una larga melodía. La melodía y el ritmo del Kurim son tan agradables que no es raro que los monjes mayores se pongan a escucharla desde la ventana de sus casas. Después del Kurim los estudiantes debaten igual que por la mañana. A las 9 de la noche termina la sesión nocturna. Luego, de 9 p.m. hasta la 1 o 2 de la mañana, los estudiantes memorizan o recitan textos ya memorizados afuera de sus casas, o leen otros textos sacros. Cada lunes de noche, después de la cena, hay otra sesión de debate, llamada Damcha. Una clase hace de preguntador y la otra clase de respondedor, en roles asignados la víspera por el maestro de disciplina.

Hay dos vacaciones de una semana: Gaye y Nangchen. Durante estos días de descanso los jóvenes monjes visitan a sus familias.

ESBOZO HISTÓRICO

En 1959, a consecuencia del levantamiento de la población tibetana, muchos monjes huyeron a la India, donde el gobierno indio les concedió, bondadosamente, un asilo en Buxa Duar, durante once años. Como el clima era allí insalubre para los tibetanos, el gobierno indio, dando pruebas nuevamente de su bondad, estableció a los monjes en Bylakuppe, Estado de Karnataka, en 1970. Había allí aproximadamente 107 monjes de Sera Me, y la Casa Pomra, dentro de Sera, contaba en ese entonces con cuarenta y tres monjes.

El gobierno indio dispuso de cinco acres de terreno para residencia de los monjes –donde se construyeron treinta y ocho casas– y cinco acres para el Lachi de Sera y para los salones de Asambleas monásticas de Sera Jey y Sera Mey. También otorgó el gobierno indio un acre de tierra por monje, para su sustento, y proveyó a los monasterios con bueyes, vacas y tractores. Las vacas daban al monasterio de Sera Me doce litros de leche cada mañana.

Se taló la jungla con bulldozers, y se usó la madera para hacer los muebles. Con variadas herramientas los monjes limpiaron el terreno de piedras y raíces para fertilizarlo. Finalmente los tractores araron la tierra para hacerla cultivable. Los monjes trabajaban diariamente en construir las casas y en plantar el maíz en el campo. Día y noche tenían que cuidar los sembríos para que no fueran saqueados por los cerdos o destruidos por los elefantes. Llevó cuatro meses lograr la primer cosecha, que fue magnífica. Cada planta produjo tres espigas de maíz gigantescas. Los visitantes del monasterio se llevaban una de recuerdo.

El gobierno indio hizo algo que ningún otro país hizo: dio a los tibetanos asilo, casas, tierra, libertad y un entorno favorable a la preservación de su cultura. Estamos muy agradecidos a la India, cuya bondad se ha grabado para siempre en nuestros corazones. Una de nuestras oraciones es para que la gran nación India prospere y triunfe, y para que su pueblo goce de paz y prosperidad.

El monasterio de Sera Me se construyó en 1978, junto con el Labdang de Phabongkha, o residencia del gran Maestro Je Phabongkhapa (1878-1941). Sera Me tenía 16 casas monásticas. Una de ellas era la casa Pomra, que tenía el mayor número de monjes de Sera Me. Pomra tenía cuarenta y tres monjes provenientes del Tíbet. Los monjes construyeron una casa con techo. A principios de los años 1970, jóvenes monjes tibetanos vinieron de diversas partes de la India a la casa Pomra, que incrementó su población alcanzando ochenta y cinco monjes. Entonces los monjes más antiguos construyeron una casa de concreto para un nuevo salón de asambleas en 1979. En 1988 Pomra construyó dos filas de casas para residencia de los monjes.

Con el paso de los años el número de monjes creció y el salón de asambleas no pudo albergar a todos los monjes durante las plegarias y ceremonias religiosas. Así fue que se construyó un nuevo salón de asambleas monásticas en 1991, que fue inaugurado el 27 de octubre de 1992. El supremo Maestro y sabio Gueshe Yeshi Wangchuk (1928-1997) presidió la ceremonia de inauguración, junto con Kyabje Pabongkha Choktrul Rinpoche, el honorable Kungo Palden-la, administrador del Trijang Labdrang, representantes del Lachi de Sera y de los monasterios Gelugpas, el presidente de Dhokham Chushi Gangdruk y demás. Más de trescientos invitados asistieron a la ceremonia de inauguración.

En esa ocasión Gueshe Yeshi Rinpoche compuso un poema de buen augurio:

>> ¡Que el sol, la luna y las estrellas,
>> emanaciones de los practicantes del Darma,
>> irradien en la faz del cielo abierto
>> de la inmaculada mente primordial!
>> ¡Que maduren los frutos en los
>> campos del mérito y el juramento!
>> ¡Que la mente triunfante sobre los obstáculos
>> surja y permanezca firme!

A causa del continuo aumento del número de monjes empezamos a construir el salón de asambleas actual, en marzo del año 2005.

La discriminación que sufrimos a causa de nuestra fé religiosa en el Señor Dorje Shugden provocó nuestra separación, a partir de la cual establecimos el Monasterio Serpom donde centenares de monjes, hoy en día, estudian y practican budismo y filosofía budista.

HISTORIA DE NUESTRO PASADO

Frente a una colina que parecía un elefante dormido estaba el monasterio de Sera, fundado por Jamchen Chöje Shakya Yeshi en 1419. Se le llamó Sera a causa de un árbol, posiblemente de rosas amarillas, llamado Sewa (SE), que rodeaba el lugar a modo de cerca (RA). Antes de la existencia del monasterio, el Gran Señor Tsong Khapa dio enseñanzas a muchos discípulos. Mientras componía su Exposición sobre la Sabiduría Raigal del Camino Medio (Sánscrito: Prajñaparamita ...), tuvo una visión de Diecisés Vacuidades –el Sutra de la Perfección de la Sabiduría (Scrt: Prajñaparamita ) llovían en forma de letras A. Surgiría en ese lugar una gran sede de la filosofía del Camino Medio, según la predicción del gran Tsong Khapa, quien le pidió a Jamchen Chöje que construyera un monasterio. Con la ayuda de Namkha Sangpo, Jamchen Chöje construyó el monasterio Sera Thekchen Ling, que incluía a Sera Me y Sera Je. En 1421 Kunchen Jamgchup Bhumpa, un discípulo del Señor Tsong Khapa,, construyó el monasterio de Sera Me, que comprendía dieciséis casas monásticas, Pomra incluída.

PROGRAMAS ESPIRITUALES

DESDE EL DÍA 1 AL DÍA 6 DEL PRIMER MES TIBETANO:
Vacaciones de Año Nuevo.
Los tibetanos consideran al Año Nuevo como un día de buen augurio.
Varios días antes del Año Nuevo los monjes blanquean sus casas y las decoran, así como sus altares.
El día mismo del Año Nuevo se ponen ropa nueva y festejan con plegarias y una ceremonia. La cocina del monasterio prepara comida especial, y los monjes gozan de seis días de vacaciones.

DÍA 8 DEL PRIMER MES TIBETANO:
Festival de la gran plegaria, Mönlam Chenmo

El Festival de la Gran Plegaria comenzó cuando el Señor Buda cumplió 58 años. En esa época había doscientos mil monjes ordenados residiendo en un lugar de nombre Betubhanam (Tib: Wömetsel). El sagrado señor se dirigió a un lugar llamado Veshali (Tib: Yangpachen) y llegó a Shabati (Tib: Ñenyö).

Según el texto Vinaya, el señor Buda sólo manifestó actos milagrosos en el octavo día pero según el Sutra Darma Muko, ya durante el primer día del primer mes tibetano hizo milagros. Cada uno de esos días llevó a cabo una acción perfecta: algunos de sus seguidores desarrollaron bodichita, otros alcanzaron el campo de los Aryas, algunos lograron los cuatro frutos, y algunos juntaron mérito suficiente para renacer en los reinos humanos y de los dioses. Afectó a seres innumerables de modo positivo. Por ello el rey, los ministros, los donantes y los fieles iniciaron la tradición de ofrecer en esa ocasión un gran festival de plegaria. Con el tiempo la tradición llegó al Tíbet, y los líderes tibetanos, los Maestros y el pueblo hacían generosas ofrendas para esta ocasión.

Hay una profecía del Testamento del Rey:
“Entonces, un Bhikshu bodisatva que hizo ofrendas opulentas, renace en el Este. Practica el Tantra y se convierte en un gran yogui. El gran ser santo (Tsong Khapa) conocido también como ‘firme en esencia’, cambia el rostro (de Shakyamuni con la forma de Cuerpo de Goce) y se pone a hacer ofrendas. Aquellos que le hacen ofrendas a él, llegarán a ser Aryas. Él no es otro que el Señor Tsong Khapa”.

Je Tsong Khapa (1357-1419) restauró el templo Ladhen y sus objetos sagrados. A los 53 años decoró la estatua del Señor Buda, Jowo Je, con coronas exquisitas, telas preciosas y substancias rituales. Desde el primero al décimo quinto día hizo ofrendas profusas y variadas a los objetos sagrados y a los monjes reunidos, y dio limosna a las personas pobres. Cierto número de personas fueron así conducidas a los caminos de la liberación y la iluminación. En el año 1409 EC, el señor Tsong Khapa estableció el Festival de la Gran Plegaria, en armonía con el de la India. En ese tiempo, tuvo un sueño muy puro y noble: un cierto número de gentes aparece en las vecindades de Lhasa. Suben al cielo sin obstáculos. Habiéndoseles preguntado, respondieron que estaban yendo al reino de Brahma por haber hecho ofrendas a Jowo Je.

Una profecía anunció que una estatua del Señor Shakyamuni partiría a la Tierra de los Nagas. Para diferir el momento de la partida de la estatua, Je Tsong Khapa transformó el rostro de la estatua, de su forma de cuerpo de emanación (Nirmanakaya) a su forma de cuerpo de goce (Sambogakaya) con una corona de oro.

Después de haber hecho ofrendas ante miles de monjes, Je Tsong Khapa dedicó la plegaria al florecimiento del Darma y la felicidad de los seres vivientes. El cuarto Panchen Lama, Lobsang Gyaltsen, dirigió durante seis años el Festival en Lhasa, a partir de 1613. En ese tiempo los Gueshes sabios de los tres monasterios participaron en sesiones de debate filosófico; el Gaden Tripa, cabeza de la tradición Guelugpa, dio enseñanzas relacionadas sobre todo con las acciones del Señor Buda. Los Gueshes Lharampas recibieron su título en base a su conocimiento de los cinco grandes tratados. El debate del atardecer se centró en Conocimiento Válido, el Vinaya, y el Tesoro del Abidharma.

En nuestros días, el primer día del Festival de la Gran Plegaria, el guardián de la disciplina lee el código de conducta monástica y explica las reglas del Festival. Los monjes ofrecen seis ceremonias diarias, recitando las plegarias con melodías. El Festival recuerda la bondad del Señor Buda y del Señor Tsong Khapa, y planta semillas de felicidad en las mentes de todos los seres vivientes.

Muchos devotos patrocinan el evento para acumular mérito.

DÍA 15 DEL PRIMER MES TIBETANO:

(Chö-nga Chöpa)
Éste es un día muy especial, y se le llama Festival de los Milagros. Celebra una de las cuatro acciones sublimes de Je Tsong Khapa, el fundador de la tradición Guelugpa del budismo tibetano. En este día, los devotos se reúnen en el salón de Asambleas para contemplar las cinco ofrendas con forma de pasteles de mantequilla coloridos y decorados. Frente a la ofrenda, los laicos ejecutan danzas de rondas como ofrenda, y otros devotos hacen otras ofrendas y presentan sus saludos.

DÍA 16 DEL PRIMER MES TIBETANO:

Thorchak
El Thorchak es una ceremonia durante la cual se quema un enorme pastel ritual (sánscrito: Bali).

DÍA 17 DEL PRIMER MES TIBETANO:

Invitación a Maitreya
Cuando se termine el budismo fundado por el Señor Buda, el Buda Maitreya vendrá a este mundo para fundar un nuevo budismo. Como señal auspiciosa, de buen augurio, para la rápida aparición del budismo de Maitreya, el Señor Tsong Khapa creó una fiesta para invitar al Señor Maitreya. Como parte de esta invitación, el monasterio despliega públicamente la estatua de Maitreya, situándola en un trono que se balancea sobre dos largos varas. Cuatro monjes levantan las varas sobre sus hombros y llevan la estatua alrededor del monasterio. Dos filas de monjes caminan tras la estatua, con parasoles rituales y substancias sagradas. Para la ocasión, los monjes y los devotos ofrecen chales ceremoniales, llamados katas, y rezan para encontrar las enseñanzas de Maitreya en el futuro. Con esto culmina el Festival de la Gran Plegaria.

DÍA 26 DEL PRIMER MES TIBETANO:
Primer día de la sesión de primavera de Debate

DÍA 27 AL 28 DEL PRIMER MES TIBETANO:
Shilong
Primer día de la sesión de primavera de Debate

DÍA 29 AL 30 DEL PRIMER MES TIBETANO
En este día los monjes que reciben el grado de Tsokram Gueshe tienen su ceremonia de graduación.

DEL DÍA 11 AL DÍA 12 DEL MES 3 TIBETANO:
Los monjes que reciben el Lingsel Gueshe dirigen la ceremonia de Gueshes en el monasterio.

DÍA 16 DEL MES 3 TIBETANO:
Examen anual de Debate.

DÍA 17 DEL CUARTO MES TIBETANO:
Sesión de Verano de Debate.

DÍA 4 DEL MES 5 TIBETANO:
Parinirvana de Khedrup Tenpa Dargye, autor de nuestros textos monásticos.

DÍA 15 DEL MES 5 TIBETANO:
Día Zamling En este día los monjes celebran la ceremonia Kangso para Dorje Shugden, Achena y demás. Dorje Shugden es el Protector del Darma del linaje Gaden del budismo tibetano.

DÍA 20 Y 23 DEL MES 5 TIBETANO:
Celebran Gueshe en el monasterio los monjes a quienes se les otorga el grado Rigram Gueshe.

DÍA 16 DEL MES 6 TIBETANO:

Durante el retiro de verano, que dura más o menos dos meses, tanto los Bhikshus o monjes plenamente ordenados, como los monjes novicios, hacen votos ante un Maestro designado, de observar la regla de Yarne, o Retiro de Verano. Una regla es no dañar a ningún animal, incluyendo las hormigas. Otra es abstenerse de cortar plantas. Se distribuye a los monjes palitos de un pie de longitud, y estos palitos se recogen a continuación, para contar el número de Bhikshus y novicios que tomaron los votos del Retiro de Verano. Durante el retiro ningún monje puede salir fuera del límite que es más o menos de un kilómetro. Viajar más allá de ese kilómetro sólo puede hacerse con permiso del Maestro de Retiro. El Retiro de Verano dura hasta el final del séptimo mes tibetano. Al día siguiente empieza una vacación de una semana llamada Gyayel.

DÍA 8 DEL MES 7 TIBETANO:
Exámenes orales del Verano.
La universidad monástica tiene 14 clases de debate, y cada clase pasa su examen oral sobre los cinco principales tratados. La persona que memorice el texto completo llamado ENSEÑANZA ESENCIAL DE PALABRAS INTERPRETABLES, que tiene 114 folios, recibe respeto y aplauso, se le sirve una taza de té y se le da un almohadón durante el examen. Los monjes jóvenes son examinados no sobre estos textos sino sobre sus plegarias cotidianas.

DESDE EL DÍA 16 DEL MES 6 HASTA EL DÍA 16 DEL MES 7 TIBETANO:
Descanso de las Sesiones de Debates

DÍA 17 DEL MES 7 TIBETANO:
Sesión de Debate de la estación de lluvias

DÍA 25 AL 28 DEL MES 7 TIBETANO:
Ceremonia de graduación Rigchung
El monasterio confiere el grado Rigchung en base a las notas logradas en un período de tres años en los exámenes sobre el texto de la Perfección de la Sabiduría. Los grados están basados en ocho temas de tratados en el texto: 1) Camino de preparación, 2) Refugio triple, 3) Pensamiento de la iluminación, 4) Darmachakra, 5) Extinción verdadera, 6) tratado sobre Sutra y Shastra, y 7) Exposición sobre Maitreya. Continuando la loable tradición, los estudiantes que lograron el pináculo del texto por su escucha diligente, contemplación y meditación, gozan del fruto espiritual.

Cada día de este período ceremonial tiene dos ceremonias Rigchung, una por la mañana, la otra al mediodía. Basados en el tema que se les da, los candidatos componen su tesis. A continuación el cuestionador y el interlocutor debaten, vestidos con sus hábitos completos de monje y adornados con sombreros amarillos. Primero el que contesta recita su tesis y luego el cuestionador empieza a debatir. Éste suscita una disputa elaborada, usando razonamientos y citas del más alto nivel. El debate, que dura una hora, tiene lugar en el salón de Asambleas frente a la asamblea de los monjes. Hay un dicho que sostiene que aquellos que completan la ceremonia Rigchung tienen derecho a un asiento en Tushita, la morada celestial del Señor Maitreya.

DE EL DÍA 1 AL DÍA 7 DEL MES 8 TIBETANO:
Vacaciones Gyayel
Se termina el Retiro de Verano y empieza una semana completa de vacaciones. Muchos estudiantes y maestros de filosofía hacen un retiro en este momento. Otros pasan su tiempo leyendo biografías de los grandes Maestros y crónicas espirituales.

DEL DÍA 8 AL 16 DEL MES 8 TIBETANO
Descanso de las Sesiones de Debate

DÍA 8 DEL MES 8 TIBETANO:
Sesión de debate, conocida como Sesión del Buda de la Medicina.

DÍA 11 DEL MES 8 TIBETANO:
Festival del Buda de la Medicina
Uno de los más importantes festivales llevados a cabo en el monasterio de Serpom dura un mes y es el Festival del Buda de la Medicina. Este Buda es el Buda de la curación y la medicina. Cuando era un Bodisatva, el Buda de la Medicina, acompañado por sus dos acólitos Suryaprabha y Chandraprabha profirió doce votos extraordinarios de curar y proteger a las gentes. Durante el festival, centenares de monjes celebran rituales tres veces diarias por el bienestar y la prosperidad de todos los seres vivientes. Las plegarias del Buda de la Medicina (Tib: Sangye Menla) son muy poderosas para curar enfermedades físicas y purificar acciones negativas. La práctica da también poderes de curación para uno mismo y para los demás. Puesto que el festival es un objeto para acumular méritos y purificar las malas acciones para todos, se da la bienvenida al público que desea participar y contribuir con ofrendas para las Plegarias del Buda de la Medicina (día 11 del octavo mes tibetano).

DÍA 17 DEL MES 9 TIBETANO:
Sesión de Debate del otoño

DÍAS 20 Y 21 DEL MES 9 TIBETANO:
Ceremonia de Gueshe Lingse

DÍA 22 DEL MES 9 TIBETANO:
Lhabab Düchen
Lhabab Düchen es uno de los cuatro acontecimientos importantes del Señor Buda. Señala el día cuando el Señor Buda descendió a la tierra desde Tushita. Su propósito al venir al mundo es el de liberar del samsara a los seres. Este día los monjes emprenden actividades virtuosas y plegarias.

DEL DÍA 17 DEL MES 10 AL DÍA 16 DEL MES 11 TIBETANO
Descanso de las Sesiones de Debate

DÍA 8 DEL MES 11 TIBETANO
Exámenes orales de invierno

DÍA 17 DEL MES 11 TIBETANO
Sesión de Debate del Invierno

DÍA 20 AL 23 DEL MES 11 TIBETANO:
Ceremonia de Gueshe Lharampa
Los monjes estudiantes que hayan estudiado los cinco grandes tratados y hayan pasado los cuatro años de exámenes de Gueshe Lharampa reciben el diploma de Gueshe Lharampa.

DÍA 25 DEL MES 11 TIBETANO
Festival de ofrendas al Buda Maitreya
Durante una semana se lleva a cabo el festival de plegarias conocido como GRAN RITUAL DE MAITREYA. Khedrup Rinpoché es una emanación de Maitreya, el quinto Buda, cuyos textos estudiamos en el monasterio. El monasterio celebra este Festival principalmente para recordar la bondad de Khedrup Rinpoché y demostrarle nuestra gratitud.

Según una escritura, Maitreya elevó esta oración: “Aquellos que den ofrendas cuando desarrolle Bodichita serán los discípulos principales de mis enseñanzas cuando en el futuro llegue a la iluminación”. Maitreya predijo también que pondrá su mano derecha sobre las cabezas de los que renazcan como sus discípulos durante el florecimiento de su enseñanza, y que lograrían bodichita y gozarían del budismo Mahayana, logrando rápidamente la budeidad.

El Festival de Maitreya tiene entonces el propósito de plantar las causas del florecimiento del budismo, y de desarrollar la felicidad en las mentes de los seres, incluyendo los patrocinadores de nuestro monasterio.

Durante el Festival se recitan ocho plegarias diferentes, al son de melodías especiales, comenzando a las dos de la mañana y terminando a las diez de la noche. Quienquiera así lo desea puede patrocinar una ceremonia en esta sagrada ocasión.

DEL DÍA 17 AL 25 DEL MES 12:
Descanso de las Sesiones de Debate de invierno

DÍA 25 DEL MES 12 TIBETANO:
Gunsol
En esta fecha los monjes celebran el ritual de Kangso del Dharmapala Dorje Shugden, Achema y demás. Dorje Shugden es el Protector del Darma del linaje Gaden Ñengyu del budismo.

DÍA 25 AL 30 DEL MES 12 TIBETANO
Vacaciones Nangchen

DÍA 29 DEL MES 12 TIBETANO
Gutor Dorje Shugden Torchag

 
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